Quartier du Bourg | 1700 Fribourg | Suisse

Artikel in den Freiburger Nachrichten den 28. Juli 2017

Kunstfestival im Burgquartier

Carole Schneuwly

Kommende Woche wird das Freiburger Burgquartier für vier Tage zum Ort der jungen, frischen Kunstszene: Das Festival «Bourg en Scène» empfängt Künstler aus den Sparten Performance, Theater, Tanz und Musik.

Alles begann 2014 mit einem Minifestival auf der Terrasse des Café du Belvédère; 2015 wurde daraus das Festival «Bourg en Scène» mit künstlerischen Darbietungen an verschiedenen Orten im Quartier. Vom 3.bis zum 6. August findet «Bourg en Scène» nun zum zweiten Mal statt, mit Musik, Theater und Tanz, aber auch mit Märchenstunden und ei- ner Fotoausstellung. Hinter dem Festival steht die Freiburger Schauspielerin und Performerin Joséphine de Weck, die selber im Burgquartier aufgewachsen ist. Sie wolle dazu beitragen, das Quartier zu beleben, die vielen schönen Plätze in Szene setzen und gleichzeitig eine Plattform für junge Künstlerinnen und Künstler schaffen, so die 28-Jährige.

Auf der Suche nach dem Glück

Als erste Entdeckung prä- sentiert das Festival am Don- nerstag die 2015 gegründete Berner Tanz- und Performan- cetruppe Unplush mit dem Stück «Fried Air». Drei Figuren, Mrs. Red, Miss Green und Mister Blue, suchen darin nach dem Glück. Allerdings können sie nicht handeln, wie sie wollen, sondern werden stets von einem Zeremonienmeister und vom Publikum gesteuert. Am gleichen Abend folgt auf dem Rathausplatz ein Konzert der Freiburger World-Electro-Band Horizon Liquide.

Am Freitag und Samstag, 4. und 5. August, zeigt die Marionetten- und Performance-truppe Crash Club aus Brüssel das Stück «Mnique/Kmkz», das sich zwischen Digitalisierung und der Unendlichkeit des Universums abspielt. Am Samstag und am Sonntag schliesslich ist die Kreation «Schlousse» zu sehen, die das freiburgisch-amerikanische Clown-Duo Les Diptik eigens für das Festival geschaffen hat. Musikfreunde kommen ebenfalls auf ihre Kosten: am Freitag mit Psychedelic-Rock von The Cats Never Sleep aus Genf, am Samstag mit Sechzigerjahre-Rock von Naked in English Class aus Zürich und am Sonntag mit Jazz des Freiburger Stefan-Aeby- Trios. Zudem macht am Samstag das Duo Arkaï mit der holländischen Sängerin Coco den Blanken und dem Tessiner Gitarristen Cedric Blaser die Runde auf dem Markt. Während der ganzen vier Festivaltage sind schliesslich Fotografen von Jean-Yves Piffard zu sehen, und am Sonntag gibt es Märchenstunden auf Deutsch und Französisch mit Erzählerinnen des Vereins Contemuse.

Damit das Festival für ein möglichst breites Publikum zugänglich ist, halten die Organisatoren die Eintrittspreise bewusst tief: Alle Konzerte auf dem Rathausplatz sind gratis zugänglich, ebenso wie die Fotoausstellung. Für die übrigen Vorstellungen können die Besucher frei einen Preis zwischen zwölf und zwanzig Franken wählen; die Märchenstunde kostet fünf Franken.

Freiburger Nachrichten | 28. Juli 2017